Preisbildung

Der Preis bzw. der Wert einer Aktie hängt von dem Angebot bzw. der Nachfrage ab, welche nach dem jeweiligen Papier herrscht. Dies ist zum Beispiel vergleichbar mit dem Autogebrauchtmarkt. Je größer die Nachfrage nach einem bestimmten Modell bzw. einer bestimmten Marke ist, desto mehr kann der Verkäufer für dieses Auto verlangen. Genauso verhält es sich mit dem Aktienmarkt. Auch hier wird der Preis des Unternehmens bzw. der Wert der Aktie über das Angebot und die Nachfrage bestimmt.

Beispiel (Kassa-Kurse)
Einem Börsenmakler liegen folgende Kauf-/Verkaufsaufträge der Rendite AG vor.


Kaufaufträge Verkaufsaufträge
Limit in Euro Stück Limit in Euro Stück
billigst 500 196 300
195 300 195 120
193 80 194 160
192 240 193 360
190 100 bestens 160

Die Aufgabe des Maklers ist es nun einen Kurs zu stellen, an dem der größte Umsatz zustande kommt, sprich wo die Befriedigung von Nachfrage und Angebot am Größten ist. In diesem Beispiel wäre es, wie man gleich sehen wird, der Kurs von 195 Euro

Limit in Euro mögliche Käufe mögliche Verkäufe Umsatz
190 1220 160 160
191 1120 160 160
192 1120 160 160
193 880 520 520
194 800 680 680
195 800 800 800
196 500 1100 500

Je mehr Menschen nun Anteile von einem bestimmten Unternehmen erwerben bzw. erwerben möchten, desto weniger Anteile gibt es auf dem Markt und umso mehr kann der Aktienbesitzer für seine Anteile verlangen.

Dieses Angebot-Nachfrageprinzip wird von Kriterien beeinflusst, welche versuchen den Wert und die Zukunft eines Unternehmens darzulegen bzw. dem Anleger die Möglichkeit geben sollen sich einen Überblick über das Unternehmen zu verschaffen. Dies können zum Beispiel volkswirtschaftliche bzw. politische Faktoren sein oder die so oft genannte Börsenpsychologie.


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