Länder

Die sogenannten Länderfonds legen das ihnen anvertraute Kapital nur in Aktien aus einem bestimmten Land bzw. aus einer bestimmten Region an. Hierbei ist grundsätzlich nicht die Branche bzw. die Qualität der Aktie, z.B. Standardwerte, von Bedeutung, sondern vielmehr die Herkunft der Aktiengesellschaft. Je nach den zukünftigen Wirtschaftsentwicklungen der einzelnen Länder, kann somit von deren Erfolg profitiert werden bzw. auf deren Erfolg spekuliert werden.

Dabei gibt es verschiedene Risikokategorien:

1. Wirtschaftsregion
Darunter versteht man den Zusammenschluss einer bestimmten Region unter den wirtschaftlichen Gesichtspunkten. So zum Beispiel die USA, Europa oder Asien. Obwohl dadurch eine große Streuung ermöglicht wird, sollte man doch stehts beobachten, wie sich die Konjunktur der Länder in dieser Region entwickeln und ob nicht vielleicht sogar eine Krise bevorsteht bzw. sich eine Spekulationsblase bildet.

2. Industrieländer
Bei der Festlegung auf ein Land erhöht sich logischerweise auch das Risiko der Kapitalanlage, da hier eine geringere Auswahl von Aktien zur Verfügung steht und die jeweiligen speziellen Entwicklungen des Landes, z.B. durch die Politik, Währung, Konjunktur etc. sich stärker auf die Aktien und somit auf den Fonds auswirken. Zu den Industrieländern zählen vor allem Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Japan und "Hong Kong".

3. Schwellenländer
Die sogenannten Emerging Markets beinhalten das größte Risiko. Neben den herkömmlichen Risiken eines Länderfonds (siehe Industrieländer) müssen die Schwellenländer den Investor erst einmal überzeugen, sein Geld in ihrem Land anzulegen. Gelingt dies jedoch aufgrund der Landessituation nicht und die Investoren schätzen das Risiko als zu groß ein und entscheiden sich gegen eine Investition, muss mit Kursabschlägen gerechnet werden. Kann das Vertrauen jedoch gewonnen werden, sind überdurchschnittliche Gewinne möglich.


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