Glossar

A

Aktienfonds
Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert haben. Die Anleger werden am Ertrag der in/ausländischen Unternehmen beteiligt. In ihren Vorgaben legen sie sich auf bestimmte Regionen, Branchen oder Unternehmen fest; Standardfonds investieren in vorwiegend ertrags- und wachstumsstarke Unternehmen.

Anteilswert
Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile. Er wird börsentäglich neu berechnet und ist gleich dem Rücknahmepreis.

Ausgabeaufschlag
Einmalige Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen für Beratung und Vertrieb erhoben wird. Sie wird in Prozent des Anteilswertes angegeben und beträgt zwischen 0 und 7 Prozent.

Ausgabepreis
Berechnet sich aus Anteilswert plus Ausgabeaufschlag. Zu diesem täglich ermittelten Preis kann man Fondsanteile erwerben.

Auslandsfonds
Fonds, der von einer Investmentgesellschaft mit Sitz im Ausland aufgelegt wird.

Ausschüttender Fonds
Fonds, bei dem die Erträge, z.B. durch Dividenden, Zinsen,... einmal jährlich an den Anteilsinhaber ausgeschüttet werden. (Gegenteil: thesaurierender Fonds).


B

Benchmark
Vergleichsmaßstab (häufig der Index, des entsprechenden Marktsegments) für die Messung des Anlageerfolgs des Fonds.

Blue Chips
international bekannte Werte, die aufgrund ihrer Finanzlage und Substanz als sichere und solide Anlagewerte gelten.

Branchenfonds
Ein Fonds, der vorwiegend in Aktien eines bestimmten Industriezweigs oder Wirtschaftsektors investiert, z.B. Automobil-, Telekommunikations-, Pharmafonds.

BVI
Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften (Sitz: Frankfurt/Main). Dachverband der deutschen Investmentgesellschaften. Er prüft die Qualifikation seiner Mitglieder.

BVI-Methode
in Deutschland die am häufigsten angewandte Methode zur Berechnung der Performance eines Aktienfonds.


C

Cost-Averaging (Durchschnittskosten-Effekt)
Durch regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge erhält der Anleger aufgrund der schwankenden Kurse unterschiedlich viele Anteile eines Fonds. Dies hat den Vorteil, dass der Anleger zu einem günstigeren Durchschnittspreis kauft, als bei regelmäßigem Kauf einer bestimmten Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum. Gerade bei stark schwankenden Kursen, wie z.B. Aktienfonds tritt dieser Vorteil besonders zutage.


D

Depotbank
Bank, die zum Schutz des Anlegers eine Treuhänderfunktion ausübt und auf Weisung der Fondsgesellschaft, die Transaktionen des Fondsmanagers abwickelt.

Depotbankvergütung
Die Gebühr für die oben genannte Treuhändertätigkeit und Verwahrung des Fondsvermögens. Sie wird direkt dem Fondsvermögen entnommen.


E

Emerging-Markets-Fonds
Investmentfonds, die ihr Vermögen vorwiegend in Aktien von Unternehmen aus Schwellenländern anlegen. Schwellenländer sind Länder, die sich in der Entwicklung zwischen den Ländern der Dritten Welt und Industrieländern befinden. Sie weisen zwar hohe Wachstumsraten auf, jedoch bergen sie hohe Risiken, sowohl in politischer als auch wirtschaftlicher Sicht.


F

Fondsvermögen
Summe sämtlicher Vermögenswerte eines Fonds, bestehend aus Wertpapieren zum aktuellen Tageskurs und Immobilien zum Ertragswert.

Future Fonds
Fond, bei dem das Vermögen überwiegend an den Terminmärkten investiert ist und deshalb das Risiko auch entsprechend hoch ist.


G

Geldmarktfonds
Risikoarme Investmentfonds, die vorwiegend in kurzfristige Geldmarktanlagen (weniger als 90 Tage), wie Schatzwechsel der Regierung oder Depositenzertifikate großer Banken investieren. Oft werden sie als Alternativen zum Festgeld genutzt.

Geschlossener Fonds
Investmentfonds, bei denen nur eine begrenzte Anzahl an Anteilen ausgegeben und bei denen die Rückgabe dieser Anteile an die Investmentgesellschaft nicht möglich ist.


I

Immobilienfonds
Fonds, die vorwiegend in Grundstücke und Gebäude, meist Büro- oder Einzelhandelsimmobilien, investieren

Investmentfonds
Nach deutschem Recht ein Sondervermögen, dass von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer von dieser unabhängigen Depotbank verwahrt, für gemeinsame Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung in Wertpapieren oder Grundstücken angelegt wird.

Investmentkonto
Für den Anleger gibt es drei Möglichkeiten seine Fondsanteile zu verwahren: bei sich selbst oder gegen Gebühr bei der Hausbank (Bankdepot) oder der Fondsgesellschaft (Investmentkonto). Das Investmentkonto ermöglicht regelmäßige oder unregelmäßige Einzahlungen, die dann in Anteile umgewandelt werden.

Investmentzertifikate
Anteilschein, der das Miteigentum des Anlegers am Fonds verbriefen.


K

KAAG
Gesetz über Kapitalanlegegesellschaften, verpflichtet Investmentgesellschaften zur Einhaltung bestimmter Anlagegrundsätze, insbesondere im Bereich der Risikostreuung.

Kapitalanlagegesellschaft
Die Aufgabe einer Kapitalanlagegesellschaft ist es, ihr anvertrautes Geld für gemeinschaftliche Rechnung nach dem Grundsatz der Risikostreuung anzulegen.

Kosten
Man unterscheidet zwei verschiedene Kostenarten:
1. den Anleger direkt belastende Kosten (wie Ausgabeaufschlag, Depotgebühren,...), die jedoch den eigentlichen Wert des Fonds nicht vermindern
2. die den Fonds belastende Gebühren (wie Depotbankgebühr, Verwaltungsvergütung,...), die den Wert des Fonds verkleinern


L

Länderfonds
Fonds, die ihre Mittel vorwiegend in bestimmte Länder anlegen, ihre Risikostruktur ist im Vergleich zu anderen Fonds, die ihre Anlagen über viele Länder streuen, unterschiedlich


M

Mischfonds
Fonds, die je nach Marktlage sowohl in Aktien als auch in Schuldverschreibungen investieren.


N

No-load funds (Trading-Fonds)
Fonds ohne Ausgabeaufschlag, aber mit höheren Verwaltungsgebühren. Eine Anlage in no-load funds ist z.B. bei kurzem Anlagehorizont sinnvoll.


O

Offene Fonds
Fonds, bei denen bei Bedarf laufend neue Anteile ausgegeben werden können, die jedoch auch alte Anteile wieder zurücknehmen.


P

Performance
Wertentwicklung eines Fonds. Im Gegensatz zur Rendite werden hierbei externe Kosten, wie Ausgabeaufschläge nicht mit einberechnet. Interne Kosten, wie Verwaltungsvergütung, Depotbankgebühr werden mit einbezogen.

Portofolio (Portefeuille)
Zusammensetzung des Fondsvermögens

Publikumsfonds
Fonds, deren Anteilsscheine von jedem Anleger erworben werden können. In Deutschland sind sie auch gleichzeitig offene Fonds.


R

Rechenschaftsbericht
Bericht der Kapitalanlagegesellschaft am Ende jedes Geschäftsjahrs über den einzelnen Fonds, in dem sie den Anleger über Fondsvermögen, Aufwand, Ertrag und Ausschüttung informieren..

Rendite (Rentabilität)
Prozentuales Verhältnis des Gewinns zum eingesetzten Kapital, in einem bestimmten Zeitraum. In die Berechnung gehen der Kaufpreis, die Ausschüttung und die Kurssteigerung mit ein.

Rentenfonds
Fonds, die vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere anlegen.


S

Small-Cap-Fonds
Fonds, die vorwiegend in kleine, wachstumsstarke Unternehmen investieren.

Sparplan
Durch Einzahlung regelmäßiger kleiner Sparbeiträge kann ein Anleger Investmentanteile zu relativ günstigen durchschnittlichen Einstandkosten kaufen.

Steueroptimierte Fonds
Fonds, die versuchen die steuerpflichtigen ordentlichen Erträge möglichst gering zu halten, um sich auf die steuerfreien außerordentlichen Erträge zu konzentrieren.


T

Thesaurierende Fonds
Fonds, die ihre Erträge nicht jährlich an den Anleger ausschütten, sondern wieder in den Fonds anlegen.


U

Umbrella funds
Übergeordnete Fonds-Konstruktion, die eine Vielzahl von anderen Fonds mit verschiedenen Anlageschwerpunkten vereint.


V

Verwaltungsgebühr
Jährlich anfallende Kosten, für die Vergütung des Fondsmanagements und die Ausgaben für Rechenschaftsberichte und Verkaufsprospekte. Die Gebühr wird direkt dem Fond entnommen.


W

Wiederanlage-Rabatt
Preisnachlass, der bei ausschüttenden Fonds bei der Wiederanlage der Ausschüttung gewährt wird.


Z

Zwischengewinn
Einkommenssteuerpflichtige Zinserträge, die während des Geschäftsjahres dem Anleger zufließen.


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