Industrieschuldverschreibungen

Mit Industrieobligationen verschaffen sich Unternehmen langfristiges Fremdkapital für Investitionen und Umschuldungen. Für die Bonität dieser Papiere ist in erster Linie der Ruf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragskraft des Anleiheschuldners maßgebend.

Industrieobligationen sind grundsätzlich durch die Substanz und die Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens gesichert. Als besondere Sicherheiten können vorkommen:

• Bestellung einer Gesamtgrundschuld oder Gesamtsicherungshypothek zugunsten der Emissionsbank, die als Treuhänderin die Gläubiger vertritt.
• Gesamthaftungsverpflichtung, durch die der Anleiheschuldner sein gesamtes bewegliches und unbewegliches Vermögen als Sicherheit zur Verfügung stellt.

Negativklausel mit der sich der Anleiheschuldner verpflichtet, entweder
• eine künftige Anleihe höchstens gleichrangig zu besichern
• den Gläubigern einer ohne dingliche Sicherheit ausgegebene Anleihe nachträglich eine gleichrangige Sicherheit einzuräumen, wenn künftige Anleihen oder Kredite besichert werden, oder
• wesentliche Teile seines Vermögens nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Treuhänder der Gläubiger der Schuldverschreibung zu belasten oder zu veräußern, oder
• weitere Anleihen nur mit Zustimmung der Treuhänder zu begeben.


Commercial Papers
Commercial Papers sind unbesicherte Inhaberschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von mindestens 7 Tagen und max. 2 Jahren. Übliche Laufzeiten sind zwischen 30 und 180 Tagen, Emittenten sind oftmals große Industrieunternehmen. Die Stückelung beträgt i.d.R. DM 500.000,00, die Mindestvolumina belaufen sich auf ca. 5 - 10 Mio. DM. Aufgrund dessen ist diese Anlageform nur für institutionelle Anleger interessant. Der Zins liegt i.d.R. um den Interbankenzinssatz herum.


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