Fundamental Analyse

Der Grundgedanke der Fundamentalanalyse ist, dass der Kurs einer Aktie um ihren inneren Wert schwankt. Als ihren inneren Wert bezeichnet man den Wert, der ihr sozusagen objektiv betrachtet zusteht.Unter diesem Aspekt ist z.B. auch der von Analysten häufig benutze Begriff einer über/unterbewerteten Aktie zu verstehen, die dementsprechend dann entweder höher oder niedriger als ihr innerer Wert gehandelt wird.

In der Fundamentalanalyse werden gesamtwirtschaftliche, branchen- und länderspezifische Faktoren bewertet, weshalb die Fundamentalanalyse aus 3 getrennten Bereichen besteht: der Globalanalyse, der Branchenanalyse und der Unternehmensanalyse. Am Rande sei noch erwähnt, dass hier eine sogenannte Top-Down-Technik, also vom Groben (Globalanalyse) ins Feine (Unternehmensanalyse) betrieben wird. Man schätzt also den Wert einer speziellen Aktie zuerst nach den gesamten äußeren Bedingungen und erst dann nach dem speziellen Unternehmenswert ein. Es wäre ja auch sinnlos, die Zukunftsperspektiven einer Aktie danach zu bewerten, dass das Unternehmen zwar momentan noch gewinnbringend wirtschaftet, die Branche jedoch große Zukunftsprobleme hat. Im Gegensatz zur Chartanalyse, die das Angebots- und Nachfrageverhalten nach einem bestimmten Wertpapier untersucht, und anhand von Kursmustern Vorhersagen für das zukünftige Verhalten zu treffen versucht, fragt also die Fundamentalanalyse vielmehr nach den Gründen des Angebots- und Nachfrageverhaltens um daran zukünftige Entwicklungen zu erkennen.


© 2002 Copyright by Boersenworld.de